Fregatte "Emden" wird schwimmendes Ersatzteillager

Was mit dem Schiff passiert, wenn es keine brauchbaren Ersatzteile mehr enthält, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Besatzung wird sich aber weiterbilden und in Zukunft auf neuen Fregatten dienen.

Verließ Emden am Montag ein letztes Mal: Aus der Fregatte „Emden” werden in Zukunft Ersatzteile für Schwesterschiffe entnommen. Foto: Wilken

Wilhelmshaven. Als schwimmende Ersatzteilreserve wird die ausgemusterte Fregatte "Emden" in Zukunft dienen. Nach dem letztmaligen Einlaufen in den Heimathafen Wilhelmshaven am Dienstag (die Emder Zeitung berichtete) wird das Kriegsschiff in Zukunft beim Marinearsenal liegen. Wenn eine baugleiche Fregatte Ersatzteile benötigen sollte, würden diese aus der "Emden" ausgebaut, sagte Marinesprecher Lars Dörmann auf Anfrage der Emder Zeitung. Derzeit gibt es mit "Bremen", "Niedersachsen", "Karlsruhe", "Augsburg" und "Lübeck" noch fünf aktive Fregatten aus der Baureihe F122. Wie berichtet wird im Frühjahr 2014 auch die "Bremen" außer Dienst gestellt.

Was mit dem Schiff passiert, wenn es keine brauchbaren Ersatzteile mehr enthält, ist laut Dörmann noch nicht endgültig geklärt. Allerdings schließt er aus, dass die Fregatte weiterverkauft oder vollständig abgewrackt wird.

Am 14. Juni endet für die "Emden" die Fahrbereitschaft, die offizielle Außerdienststellung erfolgt Ende des Jahres. Die Besatzung, bestehend aus rund 220 Soldaten, bereitet sich derzeit auf das Ende der Dienstzeit auf der "Emden" vor und wird anschließend wieder in Ausbildung gehen. Denn die Marinesoldaten werden für die neuen Fregatten der Baureihe "Baden-Württemberg" fit gemacht. Da die Schiffe wesentlich moderner sind als die "Emden" und über neue Technik und neue Maschinen verfügen, ist es wichtig, das Personal entsprechend auszubilden.

Die "Emden" ist das fünfte Marineschiff, das den Namen der Seehafenstadt trägt. Wie berichtet, will sich ein Freundeskreis darum kümmern, dass die Stadt auch für ein zukünftiges Marineschiff wieder eine Patenschaft übernehmen darf. Die "Emden" war seit 1983 im Dienst und am vergangenen Wochenende letztmalig zu Gast in Emden. Während des Matjesfestes konnte sie am Marinekai besichtigt werden.

07.06.2013, 05:00 Uhr