Emder Zeitung beim European Newspaper Award zweifach ausgezeichnet

Der European Newspaper Award vergab jetzt seine begehrten Design-Preise. Zwei davon gehen nach Ostfriesland.

Ehrung in Wien: EZ-Chefredakteur Stefan Bergmann (M.) nimmt den Europäischen Zeitungspreis von Jurymitglied Annette Milz und Wettbewerbschef Norbert Küpper entgegen. Foto: apa

Wien/Emden. Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit am Design der Emder Zeitung gab es am Dienstag dieser Woche die Belohnung: Beim European Newspaper Award - dem europaweiten Wettbewerb für gutes Zeitungsdesign - hat die Jury die Emder Zeitung gleich zweimal ausgezeichnet. EZ-Chefredakteur Stefan Bergmann nahm die Urkunden von Wettbewerbschef Norbert Küpper und Jurymitglied Annette Milz entgegen. Den letzten Preis dieser Art errang die EZ im Jahr 2000.

Fast 200 Zeitungen aus ganz Europa hatten sich am Wettbewerb beteiligt. Sie alle konnten sich mit mehreren beispielhaften Seiten in verschiedenen Kategorien bewerben.

Die Emder Zeitung siegt gleich in zwei Kategorien. Ausgezeichnet wurden zwei Titelseiten - zum Absturz des Germanwings-Flugs aus Barcelona und zur VW-Krise - sowie eine Panorama-Seite. Diese erscheinen immer am Samstag (so auch heute auf den Seiten 4 und 5). Preiswürdig war eine Seite von EZ-Redakteurin Gaby Wolf und EZ-Fotograf Eric Hasseler über das Aquarium auf Borkum: Eine große Qualle im tiefblauen Wasser dominiert die gesamte Seite.

Laut Jury repräsentiert die Emder Zeitung damit beispielhaft zwei wichtige Design-Trends: Klare Gestaltung und Reduktion auf das Wesentliche.

In der Tat: Die Seiten waren schnörkellos, durch große Fotos geprägt. Texte und Überschriften waren kurz und prägnant. Innerhalb weniger Minuten erfuhren die Leser die gesamte Dramatik - beim Airbus-Absturz genauso wie beim Bekenntnis des Ex-VW-Chefs Winterkorn zu seinen Mitarbeitern, auch in Emden.

Für eine Zeitung ist eine Auszeichnung beim European Newspaper Award ein großer Erfolg. Und er ist auch nur möglich, wenn der gesamte Verlag - Redaktion, Technik und Vertrieb - das neue Layout-Konzept lebt und unterstützt. Es wurde Anfang 2015 mit dem Relaunch der EZ eingeführt und seitdem ständig fortentwickelt. „Die Preise sind für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich”, so EZ-Chefredakteur Stefan Bergmann, „die besten Inhalte nutzen nichts, wenn sie langweilig dargeboten werden.”

Was haben die Leser davon? Das gute Gefühl, eine der schönsten Zeitungen Europas zu lesen.

07.05.2016, 00:00 Uhr
Über den Autor
Stefan Bergmann Chefredakteur bei der EZ seit: 2014