Emdens Stadtteile: Das ist Herrentor

Über 50.000 Einwohner leben in Emden. Sie verteilen sich auf viele Stadtteile, die alle einen eigenen Charakter haben. Die Emder Zeitung stellt in einer Serie jeden Stadtteile vor. Dritter Teil: Herrentor.

  • Beliebt bei vielen Emdern: das Van-Ameren-Bad. (1/6)
  • In Herrentor liegt die Jugendherberge Emden. (2/6)
  • In dem Stadtteil befindet sich die Kesselschleuse. (3/6)
  • In Herrentor leben 1776 Einwohner. Foto: Krämer (4/6)
  • Die Oberschule Herrentor gehört auch zu den markantesten Gebäuden in dem Stadtteil. (5/6)
  • Ort zum Verweilen: der Schwanenteich. (6/6)

Emden. Kesselschleuse, Jugendherberge, Van-Ameren-Bad: Der Stadtteil Herrentor ist Dreh- und Angelpunkte für zahlreiche Freizeitaktivitäten in Emden - und gleichzeitig ein klassisches Wohnviertel.

Name

Während der frühen Neuzeit wurde der heutige Stadtteil von der Heerstraße nach Leer durchquert. Damals sorgten Stadttore für die Durchlässe durch den Emder Wall. Dem „Herrentor”, dem „Tor zur Heerstraße nach Leer”, verdankt der Stadtteil heute seinen Namen. Die Heerstraßen dienten seinerzeit als Marschwege für Heere. Der Begriff war damals in Ostfriesland und in Norddeutschland für viele überregionale Verkehrswege üblich.

Geografische Lage

Herrentor liegt im östlichen Zentrum von Emden. Es hat eine Größe von 154,785 Hektar. Der bebaute Bereich des Stadtteils ist von allen Seiten von Gewässerläufen umschlossen: vom Ems-Jade-Kanal, vom Fehntjer Tief und vom Verbindungskanal.

Auf dem Gelände der Kalkwarf entstand in den 1920er Jahren eine Parkanlage mit zwei Teichen, die, nach ihrer Funktion, "Schwanenteich" genannt wurde. Das Gelände ist mit seinen großen Rasenflächen heute ein beliebter Platz zum Verweilen.

Einwohner

In Herrentor leben 1776 Einwohner (Stand Juni 2015). Das macht einen Anteil von 3,5 Prozent der Gesamtzahl der in Emden lebenden Menschen aus. Damit ist Herrentor der neuntgrößte Stadtteil, gemessen an der Einwohnerzahl.

15,3 Prozent der Einwohner sind jünger als 19 Jahre, 27,6 Prozent älter als 65 Jahre.

Mit einer Zahl von 707 sind 39, 8Prozent der Bewohner von Herrentor verheiratet.

Sonstiges

Im Jahr 1913 begannen die Planungen zum Ausbau des Herrentorviertels. Nach dem 1. Weltkrieg wuchs der Stadtteil weiter. Vor allem Familien von Angestellten und von Beamten des mittleren und gehobenen Dienstes siedelten sich hier an. Aus diesem Grund wurde der Stadtteil früher im Volksmund „Stehkragen-Viertel” genannt.

Der Emder Kult-Imbiss „Herrentorgrill” liegt - entgegen seines Namens - nicht im Herrentorviertel.

21.09.2015, 17:47 Uhr