Ekaterina freut sich auf die Weltmeisterschaft

Morgen startet die Fußball-WM. Ein Interview mit Russin Ekaterina aus Emden.

Daumen hoch für die deutsche Mannschaft: Die Russin Ekaterina Siemens schaut Fußball vor allem bei Weltmeisterschaften. Foto: Eric Hasseler

Emden. Frau Siemens, Sie leben schon eine Weile in Deutschland, sind aber gebürtige Russin. Was bedeutet für Sie, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Ihrem Heimatland stattfindet?

Ekaterina Siemens: Das ist schon eine coole und gute Sache, obwohl ich nicht wirklich fußballverrückt bin. Aber dass es jetzt so ein bedeutendes Turnier in Russland gibt, finde ich toll. Und es macht mich auch irgendwie ein bisschen stolz.

Trotz der politischen Verhältnisse und der Unterdrückung von Minderheiten in Russland?

Ach, das ist eine ganz andere Geschichte und hat mit Sport nach meiner Ansicht wenig zu tun. Sport ist Sport und Politik ist Politik. Das ist genauso mit den durchgedrehten und ultra aggressiven Fußballfans. Wenn es danach und auch nach der Politik gehen würde, dann dürfte kaum noch in einem Land eine sportliche Großveranstaltung stattfinden.

Werden Sie nach Russland zur WM fahren?

Nein, ich besuche zwar häufiger Russland, um meine Familie zu sehen, aber so groß ist die Liebe dann doch nicht.

13.06.2018, 00:03 Uhr
Über die Autorin
Ute Lipperheide Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 1993
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