Eine Vision für den Falderndelft

Verwaltung stellte im Ausschuss ein neues Konzept für diesen Bereich der Innenstadt vor. Dabei geht es auch darum, einen weiteren Rundweg anzulegen.

Ran ans Wasser: Auf der Südseite kann man auf einem sanierten Weg flanieren, die gegenüberliegende Seite soll noch folgen. Hinter dem umbauten Bunker würden die ersten Hausboote sichtbar. Foto: Wilken

Emden. Ran ans Wasser - an dieser Maxime hält die Emder Verwaltung fest. Das kommt auch im neuen Konzept zur Entwicklung des Falderndelftes zum Ausdruck, das am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt wurde.

Der erste Entwurf, dargelegt von Stadtplaner Lars Kolk, sieht unter anderem vor, das Fernziel Rundweg Alter Binnenhafen/Falderndelft zu realisieren. Nachdem im Zuge der Sanierung Rotes Siel das Südufer des Falderndelftes neu hergerichtet wurde, ist nun auch die Schaffung einer Steganlage auf der gegenüberliegenden Seite geplant. Dieser Weg verliefe (auf städtischem Grund) von der Friedrich-Ebert-Straße vorbei an Privatgrundstücken und dem Feuerwehrgelände bis zum Gewerbeaufsichtsamt in der Brückstraße. Einge Anwohner wohnten der Ausschusssitzung bei. Einzelne Reaktionen ließen erkennen, dass die Begeisterung, mit der Kolk den Entwurf erläuterte, nicht von allen geteilt wird.

Kolk erinnerte daran, dass es hier um einen der historisch bedeutsamsten Teile Emdens gehe. Tatsächlich ist der Falderndelft als einstiger Werftstandort - dort existierten schon Ende des 16. Jahrhunderts drei Werften, unter anderem die Kurbrandenburgische Werft, die Vorläuferin der Cassens-Werft - von besonderem geschichtlichen Interesse. Hinzu kommt, dass es dort wichtige Bauwerke gibt, darunter das Gebäude des Gewerbeaufsichtsamtes und das ehemalige Siel in Höhe Brückstraße. Der Falderndelft selbst steht als Teil des Hafensystems unter Denkmalschutz.

 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 24. August

23.08.2013, 22:35 Uhr