Die nicht gebaute Zentralklinik kostete rund 4,4 Millionen Euro

Das Geld floss vor allem in Gutachten. Emden zahlte die Hälfte der Summe.

Auch wenn in Georgsheil keine Zentralklinik gebaut wird: teuer war's trotzdem. Archivfoto: Eric Hasseler

Emden/Aurich. Der Ausflug in das Vorhaben Zentralklinik für Emden, Aurich und Norden kostete seit 2014 rund 4,4 Millionen Euro. Diese Summe gaben der Sprecher der Geschäftsführung der Kliniken, Claus Eppmann, und die beiden Hauptverwaltungsbeamten, Oberbürgermeister Bernd Bornemann und der Auricher Landrat Harm-Uwe Weber, gestern Nachmittag nach der Aufsichtsratssitzung der Trägergesellschaft des Zentralklinikums bekannt.

Emden zahlt die Hälfte des Betrages. „Wäre die Zentralklinik gekommen, dann wäre ein Großteil der Summe vom Land getragen worden. So bleiben die Kosten, die bei solchen Vorhaben entstehen, bei uns”, sagte der OB. In den 4,4 Millionen Euro stecken vor allem Gelder für Gutachten und die Raumordnungsplanungen.

Eppmann: „Die Werbung für das Zentralklinikum kostete - wir haben das jetzt abgerechnet - 198 000 Euro. Wir legen Wert darauf, das alles transparent darzustellen.” Auch ein Teil des Gehaltes von Eppmann und der Medizinischen Geschäftsführerin der Kliniken, Astrid Gesang, sind in den 4,4 Millionen Euro enthalten.

11.08.2017, 00:03 Uhr
Über die Autorin
Ute Lipperheide Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 1993
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