Die Inklusion wird deutlich teurer

Die Stadt Emden plant eine Haushaltsaufstockung um 250 000 Euro. Die CDU will gegen das Land Niedersachsen klagen. Oberbürgermeister Bornemann warnt davor.

Gemeinsame Schule für alle Kinder ist Bundesgesetz. Doch die Mehrausgaben dafür müssen die Kommunen leisten. Symbolfoto: Inga Kjer

Emden. Die gemeinsame Beschulung von unauffälligen Kindern und jenen mit einer so genannten Teilhabeeinschränkung kommt die Stadt Emden teuer zu stehen. Die Verwaltung hat die Kosten für die Inklusion bis zum Jahresende jetzt auf 650 000 Euro hochgerechnet. Das sind 250 000 Euro mehr, als zunächst im Haushalt 2017 eingeplant worden sind. Um die von der Verwaltung geforderte Budgetaufstockung entbrannte am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss ein heftiger Streit. Die CDU will nicht noch mehr Geld für die Inklusion aus dem städtischen Haushalt bereitstellen und will gegen das Land klagen, das die Inklusion bestellt hat, aber nicht bezahlt. Die Verwaltung sieht die Aufstockung aus städtischen Mitteln allerdings als alternativlos.

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19.05.2017, 16:45 Uhr
Über die Autorin
Stephanie Schuurman Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 2003
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