Emder SPD kann sich nicht vom Apollo trennen

Geld für die nötige Sanierung ist nicht vorhanden, und die Pläne, das ehemalige Kino als kulturelles Veranstaltungszentrum zu nutzen, sind längst verworfen worden. Aber loslassen wollen die Emder Sozialdemokraten trotzdem nicht.

Das Apollo-Theater.

Emden. Trotz prekärer finanzieller Lage der Stadt gibt die SPD das ehemalige Apollo-Kino nicht auf. Fraktionschef Hans-Dieter Haase forderte im Kulturausschuss dazu auf, noch einmal „allen Gedankenschmalz aufzubringen, um dort etwas zu entwickeln”. Gleichzeitig müsse man versuchen, Fördergeld für das Apollo einzuwerben. Eigentlich war der Plan, dort ein Kulturzentrum einzurichten, aus Kostengründen längst ad acta gelegt worden. Nicht zuletzt Oberbürgermeister Bernd Bornemann als auch Kämmerer Horst Jahnke hatten betont, für das Apollo-Projekt sei kein Geld vorhanden.

So steht es auch klar und deutlich in den Thesen zur Kulturentwicklung in Emden, die die Verwaltung am Montagabend im Ausschuss vorgelegt hat. Demnach habe sich der Apollo-Verein als Träger nicht als stabil genug erwiesen. Auch das Filmfest, das die Säle als zusätzliche Spielstätten gewünscht hatte (wir berichteten), könne „wegen der kurzen Spielzeit keinen wirtschaftlich relevanten Beitrag leisten”. Gleichwohl komme für die Verwaltung ein Verkauf der in den 1920er Jahren erbauten Immobilie nicht in Frage.

12.04.2016, 15:47 Uhr
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