Gesundheit

Ärztemangel: Kommunen fordern Rechtsanspruch auf Mediziner

Niedersachsens Städte- und Gemeindebund warnt vor einem zunehmenden Ärztemangel auf dem Land.

Ohne eine Arztpraxis würde es für die Dörfer noch schwieriger. Foto: Stephan Jansen/dpa

Hannover. Niedersachsens Städte- und Gemeindebund warnt vor einem zunehmenden Ärztemangel auf dem Land. Die Kommunen fordern daher einen Rechtsanspruch auf einen Hausarzt in jeder Gemeinde. „Wenn es das mit Kindergarten-Plätzen gibt, wieso dann nicht auch bei Ärzten?“, sagte der Verbandspräsident Marco Trips der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). „Der Staat gibt schließlich viel Geld aus für die medizinische Ausbildung. Und ich denke, da kann man auch steuernd eingreifen.“

Ohne eine Arztpraxis würde es für die Dörfer noch schwieriger, für junge Familien und ältere Menschen attraktiv zu bleiben, sagte Trips. Aktuell sind nach Angaben des des Städte- und Gemeindebundes in Niedersachsen 359 Hausarztstellen unbesetzt - Tendenz steigend. Laut einer Studie der Kassenärztlichen Vereinigung werden den Angaben zufolge im Jahr 2030 in Niedersachsen rund 1.000 Hausärzte fehlen. Nur noch 80 Prozent der Nachfrage könne dann abgedeckt werden.

Zuständig für die Versorgung mit Hausärzten ist die Kassenärztliche Vereinigung. Deren Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch wies die Forderung des Kommunalverbandes zurück. Das sei „in einem freiheitlich geprägten Gesellschaftssystem weder angezeigt noch überzeugend“, sagte Barjenbruch der Zeitung.

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