Wirtschaft
Bei Insolvenz

Corona-Übernahmeprämie für Azubis soll länger gezahlt werden

Verlieren Auszubildende durch die Corona-Krise ihren Job, können andere Unternehmen sie gefördert durch den Bund anstellen. Dieses Programm soll nun verlängert werden.

Ausbildung

Berlin (dpa) - Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern.

Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

Karliczek sagte dem «Handelsblatt», da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch «sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern». «Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können.»

Die Übernahmeprämien sind Teil des Bundesprogramms «Ausbildungsplätze sichern». Danach erhalten kleine und mittlere Betriebe in diesem Ausbildungsjahr auch eine Prämie von 2000 Euro pro neuem Lehrling, wenn sie die Zahl ihrer Lehrlinge konstant halten und 3000 Euro, wenn sie sie erhöhen.

Wie viele Unternehmen davon profitieren, ist noch unklar, weil die Prämien erst nach Abschluss der Probezeit ausgezahlt werden. Insgesamt hat der Bund 500 Millionen Euro für das Corona-Ausbildungspaket bereitgestellt. Die Anträge müssen bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:201018-99-988154/2

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
TIPPSPIEL-ANMELDUNG
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN