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Handball-Bundesliga

Kiel gewinnt 101. Nordderby - Niederlage für Magdeburg

Mit 28:24 setzen sich die Kieler Zebras gegen die SG Flensburg-Handewitt durch. Auch der SC Magdeburg muss in Melsungen eine Niederlage einstecken. Keine Probleme haben Minden und die Rhein-Neckar Löwen.

THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt

Kiel (dpa) - Rekordmeister THW Kiel hat im Kampf um die deutsche Handball-Meisterschaft einen wichtigen Erfolg gefeiert. Die Zebras gewannen das 101. Schleswig-Holstein-Derby gegen den Titelverteidiger SG Flensburg-Handwitt mit 28:24 (18:13).

Gleichzeitig profitierten die Kieler von der 29:31 (13:16)-Niederlage des bisherigen Tabellenführers SC Magdeburg bei der MT Melsungen. Einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt ist der neue Spitzenreiter TSV Hannover-Burgdorf, der erst am Sonntag gegen den Bergischen HC gefordert ist.

«Wir standen schon unter Druck», gab der Kieler Regisseur Domagoj Duvnjak nach dem 60. Derby-Sieg der Kieler beim TV-Sender Sky zu. Am Samstag zuvor hatte der THW 31:32 in Magdeburg verloren. Eine weitere Niederlage hätte einen bösen Rückschlag im Kampf um die Meisterschale bedeutet. «In den ersten 15 Minuten haben die Aggressivität und die Bereitschaft gefehlt. Dazu haben wir im Angriff über die 60 Minuten zu viele Fehler gemacht», analysierte Flensburgs Coach Maik Machulla, dessen Team direkt nach der Pause einen Fünf-Tore-Rückstand zum 18:18 aufgeholt hatte, am Ende aber verdient verlor.

Nach dem Derby stehen für Flensburg und Kiel die ersten Spiele in der neuen Champions-League-Saison auf dem Programm. Die SG tritt am Sonntag (17.00 Uhr/Sky) beim slowenischen Meister RK Celje an, der THW empfängt danach (19.00 Uhr/Sky) den polnischen Titelträger Vive Kielce, der mit dem ehemaligen THW-Keeper Andreas Wolff anreist.

Niedergeschlagenheit herrschte derweil beim SC Magdeburg, der nach zuvor vier starken Leistungen die erste Niederlage kassierte. «Überall haben Kleinigkeiten gefehlt», sagte SCM-Linksaußen Matthias Musche nach der Partie. Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert stellte fest: «Wir sind nie in die Schlagdistanz gekommen.» Für Melsungen, das als Mitfavorit in die Saison gestartet ist, war der Sieg nach schon zwei Niederlagen und einem Unentschieden extrem wichtig.

Keine Probleme hatten die Rhein-Neckar Löwen, die vor heimischem Publikum den Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten 37:26 (17:12) bezwangen. Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer glänzte mit zehn Treffern. Der TSV GWD Minden gewann gegen die Eulen Ludwigshafen 29:23 (13:13).

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