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Dare to Dream

Feiern mit Madonna: ESC in Tel Aviv erreicht Höhepunkt

Das Duo S!sters will für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv punkten. Doch fast zehn Jahre nach dem letzten Sieg Deutschlands stehen die Chancen für ein gutes Abschneiden schlecht.

ESC - S!sters
ESC - Luca Hänni
ESC - John Lundvik
ESC - Sergey Lazarev
ESC - Leonora
ESC - Jonida Maliqi

Tel Aviv (dpa) - Millionen Fans weltweit fiebern mit: Musiker aus 26 Ländern treten am Samstagabend beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv gegeneinander an. Deutschland ist durch Laurita Spinelli aus Wiesbaden und Carlotta Truman aus Hannover vertreten. Sie präsentieren als Duo S!sters den Song «Sister».

Das Erste überträgt die Show ab 21 Uhr. Zuschauer können per Telefon, SMS und App für ihren Favoriten stimmen. Weltstar Madonna wird - außer Konkurrenz - ebenfalls auftreten.

Mit deutscher Beteiligung ist auch der norwegische Beitrag «Spirit in the Sky» entstanden. Der norwegische Sänger Tom Hugo (39) vom Trio KEiiNO lebt mit seinem Mann in Berlin. Der Berliner Komponist und Produzent Rüdiger Schramm (33) hat an dem Titel mitgeschrieben.

«Es geht um Menschen, die in irgendeiner Weise unterdrückt worden sind oder nicht für voll genommen wurden, dass die einen Weg finden zu erstrahlen», sagte Schramm der Deutschen Presse-Agentur. «Ich denke, da kann sich jeder darin wiederfinden, in irgendeiner Art und Weise.» Die Buchmacher sahen Norwegen kurz vor dem Finale auf Platz neun.

Auch die israelische Küstenstadt Tel Aviv befand sich am Samstag im ESC-Fieber: Digitale Anzeigetafeln von Parkhäusern zeigten Glückwünsche für den israelischen Kandidaten Kobi Marimi («Home) - «Good», «Luck», «Kobi». Den 27-Jährigen sahen die Buchmacher kurz vor dem Finale allerdings nur auf dem 24. Platz von insgesamt 26.

Dagegen handeln sie seit Wochen den niederländischen Beitrag als Sieger im Finale: Duncan Laurence singt in seiner melancholischen Ballade «Arcade» von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe.

Laurence fühlt sich von der Favoritenrolle geschmeichelt. «Dass die Leute wollen, dass Du gewinnst, ist das größte Kompliment, das Du bekommen kannst», sagte Laurence der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist ziemlich überwältigend, ein bisschen verrückt. (...) Aber ich fühle mich immer noch so: Bleib einfach mit beiden Beinen auf dem Boden und schau, was passiert.»

Madonna wird laut Medienberichten ihren 80er-Jahre-Hit «Like a Prayer» und als Weltpremiere den neuen Song «Future» aufführen. Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies wird der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen - schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro.

Neben den Zuschauern stimmen auch nationale Fachjurys aus Sängern und Komponisten über die Beiträge ab. Am Ende gewinnt der Song mit den meisten Punkten.

Weil Deutschland zu den großen Geldgebern der Eurovision gehört, sind die S!sters automatisch für das Finale gesetzt. In «Sister» geht es um den Zusammenhalt zwischen Frauen und welche Kraft daraus erwachsen kann. Allerdings gelten die Erfolgsaussichten der Deutschen als eher gering. Nach dem zweiten Halbfinale rutschten sie laut Prognosen der Buchmacher sogar auf den letzten Platz im Finale.

Deutschland hat den Eurovision Song Contest bisher zwei Mal gewonnen: 1982 mit Nicole («Ein bisschen Frieden») und 2010 mit Lena Meyer-Landrut («Satellite»). Im vergangenen Jahr hatte Michael Schulte («You let me walk alone») den vierten Platz erobert.

Damals hatte die israelische Sängerin Netta Barzilai mit ihrem schrillen Auftritt begeistert - und mit ihrem Song «Toy» gewonnen. Damit holte sie den 64. ESC nach Tel Aviv.

Eurovision Song Contest

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