Es ist zum in-die-Luft-gehen

Seit fast zwei Jahren arbeitet die Emder Zeitung mit Foto-Drohnen. Und profitiert von erstaunlichen Bildern.

  • Will man Drohnen im Flug fotografieren, muss man selbst in die Luft gehen. Oder in den großen Konferenzraum der Emder Zeitung in der ersten Etage, so wie unser Kollege Suntke Pendzich. (1/3)
  • So sieht es aus, wenn man zeigen will, wo das ehemalige Dorf Bettewehr (das in den Fluten versunken ist) früher gelegen hat. Die Foto-Drohne macht phänomenale Bilder. (2/3)
  • Die Drohne DJI Mavic Pro vor dem Emder Wasserturm. Seit rund zwei Jahren macht die EZ-Redaktion Bilder auch aus der Luft - und fällt damit immer wieder auf. (3/3)

Wie kann man am besten zeigen, wo das Dorf Bettewehr einmal gelegen hat? Nun, man kann an die Knock fahren, den Gedenkstein fotografieren, und dann sieht man in der Zeitung den Gedenkstein. Oder man lässt die Fotodrohne steigen und hat von oben einen tollen Überblick über das gesamte Gelände.

Seit nun zwei Jahren arbeiten wir in der Redaktion mit Drohnen, die Fotos aus der Luft machen können. Für Techniker: Zunächste hatten wir die Yuneec Typhon 4K, danach die Typhoon H. Inzwischen fliegt für uns die kleine DJI Mavic Pro. Sie alle machen spektakuläre Bilder - sorgen bei Start und Landung auch für Aufsehen. Und immer wieder kommt es vor, das Menschen fragend stehen bleiben: Ist das denn erlaubt?

Ja ist es. Aber die Auflagen sind seit vergangenem Jahr schärfer geworden. Zu Recht, muss man sagen. Immer wieder haben in der Vergangenheit Hobby-Piloten den Luftverkehr gefährdet. Das ist eher ein Thema an großen Flughäfen, aber der Gesetzgeber hat darauf reagiert. Es wurde auch befürchtet, dass Drohnen von Gaffern eingesetzt werden, um einen noch besseren Blick auf den schweren Verkehrsunfall zu bekommen.

Die Regeln sind inzwischen sehr eng, und das ist auch gut so. Flugzeuge und Helikopter dürfen nicht gefährdet werden, der Blick von oben in Nachbars Garten ist tabu, Autobahnen,  Bahnschienen - das ist sensible Infrastruktur. Es kommt nicht oft vor, dass Drohnen abstürzen. Aber es ist eben möglich. Und dann wäre der Schaden - vielleicht sogar an Leib und Leben groß. Moderne Drohnen sind inzwischen so programmiert, dass sie nicht starten, wenn man sich auf verbotenem Terrain befindet. Auch EZ-Drohne ist so schlau.

Doch bei allen Bedenken überwiegen die Vorteile der kleinen Flieger: Viele Aufnahmen sind spektakulär und werten unsere Zeitung auf. Von oben sieht man manches besser. 

15.01.2018, 17:45 Uhr
Über den Autor
Stefan Bergmann Chefredakteur bei der EZ seit: 2014