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In Pewsum fehlen Hotels und ein Fischgeschäft


Pewsum. Pewsum könnte sich zu einem Kunst- und Kulturzentrum in der Gemeinde Krummhörn entwickeln. Ausgehend von der Manningaburg, die wieder von einem Wassergraben umgeben werden soll, wird über attraktive Läden nachgedacht, in denen unter anderem hochwertiges Kunsthandwerk angeboten wird.

Diese Vision wurde bei der Informationsveranstaltung zum Modelldorf Pewsum entwickelt, zu der am Montagabend über 30 interessierte Einwohner gekommen waren. Die doppelte Dorferneuerung, in deren Genuss Pewsum als eines von elf Dörfern in Niedersachsen gekommen ist, soll dafür sorgen, dass der alte Ortskern mit neuem Leben gefüllt wird und Leerstand und Verfall bald der Vergangenheit angehören.

„Wir haben in Pewsum die Chance, einen Gegenpol zu Greetsiel zu schaffen”, betonte der Versammlungsteilnehmer Kuno Erdtmann. Neben Kreativität sei ein bisschen Verrücktheit gefragt, wandte sich Frank Baumann, der Pressesprecher der Gemeinde, an die Zuhörer. Gesucht werden Eigentümer und Investoren, die Gebäude im Ortskern umnutzen wollen.



Doppelte Förderung



Dafür, erläuterte Folkert Steinfelder von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL), können die Eigentümer von Immobilien in Pewsum eine doppelte Förderung als Anreiz erhalten.

Neben den maximal 25 000 Euro, die im Zuge der „normalen” Dorferneuerung für die Sanierung der äußeren Bauhülle gezahlt werden, fließen bei der „Dorferneuerung plus” nun zusätzlich bis zu 75 000 Euro, bei einem Regelfördersatz von 30 Prozent, für die Umgestaltung des Innenlebens eines Gebäudes. In Einzelfällen sind laut Steifelder gar Summen bis zu 120 000 Euro möglich. „Was wir machen, hat es in dieser Form noch nicht gegeben”, hob Jonas Werner, der Geschäftsstellenleiter der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) in Aurich hervor, die den interessierten Eigentümern und Investoren Ingenieur- und Planungsdienstleistungen anbietet. Bei dem Modellprojekt gehe es nicht darum, den Ort zu verschönern, sondern die Strukturen weiterzuentwickeln und den Leerstand zu beseitigen. „Pewsum ist ein vitaler Ort”, lobte er.

Im Marktflecken, so stellte sich bei der Diskussion heraus, fehlen Hotels und Pensionen, und auch die Straßensituation mit den viel zu schmalen Bürgersteigen lässt zu wünschen übrig. Steinfelder verwies auf die neue Ortsdurchfahrt von Hage: „So etwas ist auch in Pewsum möglich.”



Möglichkeiten



Frank Baumann stellte sich vor, dass vor im ehemaligen Burghotel, das derzeit einen traurigen Anblick bietet, Urlauber mit Blick auf die Manningaburg ein gutbürgerliches Mahl genießen.

Auf dem Marktplatz könnte auch eine Stellfläche für ein Eiscafé geschaffen werden. Außerdem vermisst Baumann ein Fischgeschäft im Ort: Er wolle nicht immer nach Greetsiel fahren müssen, um Granat zu kaufen.

ert

Den kompletten Text lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 24.11.2009.