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Knöllchen im Ort?
Pewsum. Parkende Autos auf der Burgstraße soll künftig stärker kontrolliert werden. Das ist ein Resultat aus der 16. Aktion „Tass Tee mit Börgmester” gestern Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus Pewsum. Die Tische waren für zahlreiche Gäste eingedeckt, der Einladung folgten aber nur 26 Bürger und Bürgerinnen. Das wurde von Ortsvorsteher Theo Cirksena in seiner Begrüßungsansprache bedauert, zumal einige bedeutende Veränderungen in der „Hauptstadt” der Krummhörn zu erwarten sind.
Der Pewsumer Bernhard Ites war es, der die seiner Meinung nach „chaotische” Situation auf der Burgstraße ansprach, vor allem vor der Oldenburgischen Landesbank (OLB), obwohl der Markplatz vor der Manningaburg mehr als 50 kostenlose Parkplätze bietet. „Man kann dort kaum vorbeigehen oder mit dem Fahrrad durchfahren. Es wird überall wild geparkt”. In Greetsiel, zog Ites den Vergleich mit dem streng reglementierten Krummhörner Touristendorf an der Küste, würden zwei Politessen den ruhenden Verkehr überwachen, in Pewsum aber nicht.
Politessen
Bürgermeister Johann Saathoff nahm die Anregung aus der Mitte der versammelten Pewsumer auf, der Verwaltungschef räumte aber auch ein, dass diese möglicherweise sogar selbst ins Visier der Politessen geraten könnten: „Ich sehe hier einige Gesichter, von denen ich weiß, dass sie auch auf dem Marktplatz vor der OLB falsch parken”, stellte der Verwaltungschef fest, der sein Arbeitszimmer nur einen Steinwurf entfernt im Rathaus hat. „Wenn ich jetzt nichts aus den Reihen höre, dann wird kontrolliert. Und ab dann muss jeder damit rechnen, zahlen zu müssen, wenn er dort falsch parkt.”
Ein Hauptthema war gestern auch die anstehende Dorferneuerung: Viele der 26 Pewsumer machten ihrem Unmut über Straßenverhältnisse, Bäume, Entwässerung und über den Marktplatz an der Burgstraße vor der OLB Luft.
Vor allem aber das Toilettenhäschen in Nachbarschaft zum Rathaus sorgt im Dorf für Ärger: „Es ist ständig dreckig und stinkt erbärmlich.”
Frank Baumann war dieser Umstand, wie auch alle anderen Verwaltungsmitgliedern, bestens bekannt. „Ich bin für den kompletten Abbau dieses Häuschens”, stellte der Gemeindesprecher, der selbst in Pewsum wohnt, fest. „Wir werden im Rahmen der Dorferneuerung schauen, was machbar ist.” Zur aktuellen Situation sagte Baumann, dass ein Ehepaar aus dem Ort die Toiletten zwei Stunden täglich reinige. „Sie könnten aber auch den ganzen Tag vor Ort sein, es wäre immer wieder dreckig”, mutmaßte Baumann. „Ich glaube, viele setzen sich nicht auf die Klobrille, sondern sie stehen drauf!”
ggm/wic
Den kompletten Text lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 19.11.2009.




